Samstag, 6. Dezember 2008

Nikolaus

Nach der "Legenda Aurea”, 13. Jh
Nicolaus kommt von nicos, das ist Sieg, und laos, das ist Volk, und heißt also: ein Überwinder des Volks, nämlich aller Untugenden, die gewöhnlich und gemein sind. Oder er heißt Sieg des Volks, weil er viele Völker durch Ermahnung und Beispiel gelehrt hat, wie sie die Untugenden und Sünden sollen überwinden. Aber Nicolaus kommt von nicos, Sieg, und laus, Lob: sieghaftes Lob. Oder es kommt von nitor, Glanz, und laos, Volk: Glanz des Volks; denn in ihm war das, was rein und glänzend macht. Denn wie Ambrosius schreibet: Rein macht göttliche Rede, rein macht wahre Beichte, heilige Betrachtung, gutes Tun. Sein Leben haben aufgeschrieben die Meister von Argos. Argos aber ist, wie Isidorus schreibt, eine Stadt in Griechenland, daher man die Griechen auch Argiver nennt. Auch findet man, Methodius der Patriarch habe es griechisch aufgeschrieben, und der Diacon Johannes es ins Lateinische übersetzt und etliches hinzugetan.
Nicolaus ist geboren aus der Stadt Patera, von frommen und reichen Eltern: sein Vater hieß Epiphanius, seine Mutter Johanna. In der Blüte ihrer Jugend schenkte Gott den Eltern dieses Kind; darnach lebten sie keusch, in göttlicher Liebe. Des ersten Tages, da man Sanct Nicolaus das Kindlein baden sollte, da stund es aufrecht in dem Becken, und wollte auch am Mittwoch und Freitag nicht mehr denn einmal saugen seiner Mutter Brust. Als das Kind zu Jahren kam, schied es sich von den Freuden der anderen Jünglinge und suchte die Kirchen mit Andacht; und was er da verstand von der heiligen Schrift, das behielt er mit Ernst in seinem Sinne. Als sein Vater und seine Mutter tot waren, begann er zu betrachten, wie er den großen Reichtum verzehre in Gottes Lob und nicht zu der Ehre der Menschen.
Da war ein Nachbar, edel von Geburt und arm an Gut, der hatte drei Töchter, die wollte er in seiner Not in die offene Sünde der Welt stoßen, dass er von dem Preis ihrer Schande leben möchte. Als das Sanct Nicolaus hörte, entsetzte er sich über die Sünde; und ging hin und band einen Klumpen Goldes in ein Tuch und warf ihn des Nachts heimlich dem Armen durch ein Fenster in sein Haus und ging heimlich wieder fort. Da es Morgen ward, fand der Mann das Gold, dankte Gott, und richtete davon der ältesten Tochter Hochzeit aus ... Weiterlesen auf den Webseiten Nikolaus von Myra

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Kommentare:

Annette hat gesagt…

Bin ich froh, dass wir die heutigen Sozialgesetze haben!!!!!

Ralf hat gesagt…

Naja, diese "sozialen Netze" haben freilich schon recht große Löcher bekommen, durch die immer mehr Menschen hindurchfallen ...