Montag, 29. Juni 2009

Russisches Volksmärchen

Morgenrot, Abend und Mitternacht

In einem Reiche lebte einmal ein König, der hatte drei Töchter von unbeschreiblicher Schönheit. Er hütete sie mehr als seine Augen, richtete ihnen unterirdische Säle ein und setzte sie dort hinein, damit kein feindlicher Wind sie berühren oder die grelle Sonne sie mit einem Strahl versengen könne. Da saßen sie — gerade wie Vögelchen — in einem Käfig.

Eines Tages lasen die Königstöchter in einem Buche, daß über ihnen eine wunderbare helle Welt sei; und als der König kam, sie zu besuchen, fingen sie an, ihn unter Tränen zu bitten: «Herr, du unser Väterchen, lass' uns die helle Welt anschauen, im grünen Garten lustwandeln!» Der König hätte es ihnen gerne ausgeredet, aber sie wollten nicht auf ihn hören. Je mehr er es ihnen verweigerte, desto mehr bedrängten sie ihn. Schließlich gab er ihrem unaufhörlichen Verlangen nach, und die Königstöchter stiegen hinauf in die helle, freie Welt. Sie lustwandelten in dem grünen Garten, sie sahen die leuchtende Sonne, die Bäume und die Blumen und freuten sich über die Maßen, daß ihnen die helle Welt erschlossen war. Sie liefen umher um zu spielen, jedes Kräutlein bewunderten sie. Da kam plötzlich ein stürmischer Wirbelwind daher, erfaßte die Jungfrauen und trug sie hoch hinauf und weit davon. Kein Mensch wußte wohin.

Die Ammen und Wärterinnen erschraken heftig und liefen zum König, um es ihm anzuzeigen. Der König sandte sofort seine treuen Diener nach allen Seiten aus und versprach jedem, der die Spuren der Entführten ausfindig machen könnte, eine hohe Belohnung. Die Diener ritten und ritten, suchten und suchten, aber sie konnten nichts erkunden. Und so, wie sie ausgezogen waren, kehrten sie wieder zurück.

Da rief der König seinen großen Rat zusammen und fragte die Bojaren, wer es unternehmen wolle, seine Töchter zu suchen. Wer sie fände, dem wolle er eine der Jungfrauen zur Gemahlin geben, mit großer Mitgift und mit reichen Schätzen für das ganze Leben. Er fragte einmal — die Bojaren schwiegen; er fragte zweimal — nicht ein halbes Wörtchen kam als Antwort; er fragte dreimal — alles blieb stumm. Da vergoß der König bittere Tränen: «Jetzt weiß ich gewiß, daß ich weder Freunde noch Verteidiger habe.» Und er befahl, im ganzen Reiche ausrufen zu lassen, ob sich nicht im einfachen Volke einer fände, der es wagen wollte, die Königstöchter zu suchen.

Zu derselben Zeit lebte in einem Dorfe eine arme Witwe, welche drei Söhne hatte, hochmächtige Helden. Alle drei waren in ein und derselben Nacht geboren, der Älteste am Abend, der Mittlere um Mitternacht und der Dritte ums frühe Morgenrot. Danach wurden sie Abend, Mitternacht und Morgenrot genannt. Als der Aufruf des Königs zu ihnen gelangte, nahmen sie sogleich den Segen der Mutter, machten sich auf den Weg und fuhren in die Hauptstadt. Sie gingen zum König, verbeugten sich tief vor ihm und sprachen: «Viele Jahre mögest du leben, o Herr und König! Wir kamen zu dir, nicht um ein Fest zu feiern, sondern um dir einen Dienst zu leisten. Erlaube uns, daß wir ausziehen, um die drei Königstöchter zu suchen.»
«Heil euch, wackere Jünglinge!» rief der König. «Wie heißet ihr?»
«Wir sind drei leibliche Brüder, Morgenrot, Abend und Mitternacht.»
«Womit kann ich euch für den Weg ausrüsten?»
«Wir haben nichts nötig, o Herr, achte du nur auf unsere Mutter. Verlasse sie nicht in ihrer Armut, in ihrem Alter!»

Der König nahm die Alte an den Hof und befahl, ihr Speise und Trank von seinem Tische zu geben und sie mit Kleidern und Schuhen aus seinen Vorräten wohl zu versehen.

Die wackeren Burschen machten sich auf den Weg. Sie zogen einen Monat, einen zweiten und einen dritten. Endlich kamen sie auf eine weite, öde Steppe. An jene Steppe grenzte ein dichter Wald, und an diesem Walde stand eine kleine Hütte. Sie klopften ans Fensterchen, aber niemand meldete sich. Sie traten durch die Tür, niemand war darinnen. «Nun, Brüder», sagten sie zueinander, «laßt uns hierbleiben und von dem langen Wege ruhen!» Sie zogen ihre Kleider aus, beteten zu Gott und legten sich schlafen.

Am Morgen sprach der jüngste Bruder Morgenrot zum ältesten, namens Abend: «Ich will mit Mitternacht auf die Jagd gehen, bleibe du zu Hause und bereite uns das Mittagsmahl!» Der älteste Bruder stimmte zu. Neben jenem Hüttchen aber war ein Stall voller Schafe. Abend bedachte sich nicht lange, holte den besten Hammel, schlachtete ihn, weidete ihn aus und briet ihn zum Mahle. Und bereitete alles, wie es nötig war. Dann legte er sich auf das Bänklein um auszuruhen. Auf einmal klopfte und lärmte es, die Tür öffnete sich, und herein trat ein altes Männchen, so klein wie ein Fingernagel mit einem ellenlangen Barte. Zornig blickte es um sich und schrie: «Wie durftest du in meinem Hause wirtschaften, wie durftest du meinen Hammel schlachten?»

«Wachse erst, sonst sieht man dich nicht», antwortete Abend, «oder ich nehme einen Löffel Kohlsuppe und einen Krumen Brot und werfe dir damit die Augen zu!»

«Ich bin klein, aber tüchtig!» schrie das Männlein mit dem langen Bart zornig, ergriff ein Ränftlein Brot und fing an, Abend auf den Kopf zu schlagen. Halbtot schlug es ihn. Als kaum noch Leben in ihm war, warf es ihn unter die Bank, dann aß es den gebratenen Hammel auf und ging wieder zurück in den Wald. Abend verband sich den Kopf mit einem Lappen, lag da und stöhnte.

«Was ist mit dir geschehen?» fragten die Brüder, als sie zurückkehrten.
«Ach, ihr Brüder, ich zündete den Ofen an, und der Dunst machte mir Kopfweh. Den ganzen Tag wälzte ich mich so herum, ich konnte weder kochen noch braten.»

Am andern Tag ging Morgenrot mit Abend auf die Jagd, und Mitternacht blieb zu Hause, um die Mahlzeit zu bereiten. Er blies das Feuer an, holte den fettesten Hammel, schlachtete ihn und stellte ihn in den Ofen. Dann legte er sich auf das Bänklein. Plötzlich lärmte und klopfte es, und herein kam das alte Männlein, einen Fingernagel groß, mit dem ellenlangen Bart. Es fiel über Mitternacht her und schlug auf ihn los, fast hätte es ihn erschlagen. Dann aß es den gebratenen Hammel und ging fort in den Wald. Mitternacht verband sich den Kopf mit seinem Sacktuch, lag unter der Bank und ächzte. Die Brüder kehrten zurück. «Bruder, was ist mit dir?» fragte Morgenrot.

«Ich wurde von Rauch und Hitze betäubt, Brüder, mein Kopf ist wie zerstückt. Die Mahlzeit konnte ich nicht bereiten.»

Am dritten Tage gingen die beiden ältesten Brüder auf die Jagd, und Morgenrot blieb zu Hause. Er fing den besten Hammel, den er nur finden konnte, schlachtete ihn, weidete ihn aus und briet ihn. Dann legte er sich auf das Bänklein.

Plötzlich klopfte und lärmte es, und das alte Männlein, einen Fingernagel groß, mit dem ellenlangen Barte, kam auf den Hof. Auf dem Kopfe schleppte es einen ganzen Schober Heu, und in den Händen trug es eine große Kufe Wasser. Es stellte die Kufe hin, breitete das Heu aus und fing an, die Schafe zu zählen. Als es sah, daß wieder ein Hammel fehlte, wurde es zornig, rannte zum Hüttchen, warf sich auf Morgenrot und schlug ihn heftig auf den Kopf.

«Wer die Furt nicht kennt, sollte nicht ins Wasser gehen!» rief Morgenrot, sprang auf, packte den Alten an seinem langen Barte und zerrte ihn hin und her.
«Erbarme dich, hochmächtiger Held!» stöhnte der Alte. «Liefere mich nicht dem Tode aus, lass' die Seele Buße tun!»

Morgenrot schleifte ihn auf den Hof hinaus, brachte ihn zu einem eichenen Pfahl und klemmte ihm den Bart mit einem eisernen Keil in den Pfosten. Darauf kehrte er in die Hütte zurück und setzte sich hin, um die Brüder zu erwarten. Die Brüder kamen von der Jagd zurück und wunderten sich, daß Morgenrot heil und unversehrt war. Morgenrot lächelte und sprach: «Kommt her, ihr Brüder, seht, ich habe euren Dunst gefangen, am Pfosten habe ich ihn festgebunden!»

Sie gingen auf den Hof hinaus und schauten, doch das Männlein war längst davon, nur die Hälfte des Bartes war geblieben und wehte am Pfosten hin und her. Dort, wo es gelaufen war, lag Blut.

Die Brüder folgten dieser Blutspur und kamen zu einem tiefen Spalt in der Erde. Morgenrot ging in den Wald, holte Bast und flocht daraus ein Seil. Dann forderte er die Brüder auf, ihn in die Erde hinunterzulassen, und Abend und Mitternacht ließen ihn hinab.

Als Morgenrot in der unterirdischen Welt angekommen war, band er sich vom Seile los und ging, wohin die Augen schauen. Er ging und ging, auf einmal stand er vor einem kupfernen Schlosse. Da trat er hinein und sieh, die jüngste Königstochter kam ihm entgegen, röter als eine Purpurblume, weißer als weißer Schnee. Sie sprach ihn freundlich an: «Wie kamst du hierher, braver Jüngling? Kamst du freiwillig oder aus Zwang?»

«Dein Vater sandte mich, euch Königstöchter zu suchen.»

Sogleich setzte sie ihn an den Tisch, gab ihm Speise und Trank und reichte ihm ein Bläschen mit stärkendem Wasser: «Trinke dieses Wasser, dann wird deine Kraft sich mehren!» Morgenrot trank das Bläschen aus, und alsogleich fühlte er große Kraft in sich. «Jetzt werde ich jeglichen Feind überwinden», dachte er. Auf einmal erhob sich ein stürmischer Wind, und die Königstochter erschrak: «Jetzt kommt mein Drache geflogen!» Sie nahm Morgenrot an der Hand und verbarg ihn in der anderen Kammer. Ein dreiköpfiger Drache kam geflogen, schlug auf die feuchte Erde und verwandelte sich in einen kühnen Burschen. «Ha», rief er, «ich wittere russischen Geist! Wer ist bei dir zu Gaste?»
«Wer sollte bei mir sein», sagte die Königstochter, «du flogst ja. durch Rußland, hast selbst russischen Geist in dich aufgenommen, darum witterst du ihn hier!»

Der Drache verlangte zu essen und zu trinken. Die Königstochter brachte allerlei Speisen und Getränke, aber sie streute Schlafkräuter in diese Getränke. Der Drache aß und trank und fing an schläfrig zu werden. Er zwang die Jungfrau, ihm den Kopf abzusuchen. Er legte ihn auf ihre Knie und fiel in einen kräftigen Schlaf. Da rief die Königstochter Morgenrot zurück. Er kam herein, schwang sein Schwert und hieb dem Drachen alle drei Köpfe ab. Darauf errichtete er einen Scheiterhaufen, verbrannte den Unreinen und streute die Asche über das freie Feld.

«Lebe wohl, Königstochter», sagte er zu der Jungfrau. «Ich gehe, um deine Schwestern zu suchen, und wenn ich sie gefunden habe, kehre ich zurück, um dich zu holen.» Und damit machte er sich auf den Weg.

Er ging und ging, und sieh, da stand ein silbernes Schloß. Darinnen wohnte die mittlere Königstochter. Morgenrot tötete den sechsköpfigen Drachen und ging weiter.

Über kurz oder lang kam er zu einem goldenen Schlosse, in dem die älteste der drei Königstöchter lebte. Auch hier tötete er den Drachen, den mit den zwölf Köpfen, und befreite die Jungfrau aus der Gefangenschaft. Die Königstochter freute sich überaus und fing an, zur Heimkehr zu rüsten. Sie trat auf den weiten Hof hinaus und winkte mit einem roten Tüchlein. Da rollte sich das Königreich zusammen in ein kleines goldenes Ei. Das Ei nahm sie, steckte es in ihre Tasche und ging mit Held Morgenrot, die Schwestern zu holen. Alle beide taten dasselbe: jede rollte ihr Königreich zusammen in ein Ei. Das goldene, das silberne und das kupferne Ei nahmen sie mit sich und begaben sich zu jenem Spalt in der Erde. Abendrot und Mitternacht zogen die drei Königstöchter und Morgenrot, ihren Bruder, in die helle Welt hinauf. Dann kehrten sie zusammen heim in ihr Reich.

Als sie dort angelangt waren, rollten die Königstöchter ihre Eier auf das freie Feld, und sogleich erschienen die drei Königreiche: das kupferne, das silberne und das goldene. Der König freute sich so sehr, daß man es gar nicht sagen kann. Sogleich wurden Morgenrot, Abend und Mitternacht mit seinen Töchtern vermählt, und bei seinem Tode machte er Morgenrot zu seinem Erben.

Unsere Anliegen:

Freitag, 24. April 2009

MENSCH werden - Dr. Karl König (1902-1966)

Dr. Karl König, geboren am 25.09.1902 in Wien (Österreich-Ungarn), gestorben am 27.03.1966 in Überlingen am Bodensee, Deutschland, entwickelte früh eine starke Beziehung zum Christentum und zu den sozialen Fragen.

Weihnachten 1965 schreibt Dr. Karl König:

"Eine Wohlstandsgesellschaft, die ihr eigentliches Menschsein zu vergessen beginnt - eine Menschheit, die sich in ihre Rassenprobleme verbeisst und gleichzeitig Vernichtungsmittel ersonnen hat, denen Millionen in wenigen Minuten zum Opfer fallen können - eine soziale Ordnung, die die göttliche Ordnung vergass und eine neue Ethik sucht, die sie, gottlos geworden, nicht mehr finden kann - zeugt in ihrer Mitte einen neuen Aufgabenkreis: den Hinfälligen, Behinderten, scheu Gewordenen, Lahmen und Siechen so zu helfen, dass sie wieder ihr Menschentum erringen können. Ist es nicht ein großes Wunder, das sich uns hier offenbaren will? Eine sich selbst vernichtende Menschheit erschafft in ihrer Mitte ein Neues, das im absterbenden Teil ihres Daseins einen werdenden Keim zum Wachsen bringt. Eine umfassende Heilpädagogik gleicht dem sich entfaltenden Samen in einer faulenden Frucht.


Wir müssen nur die Idee der Heilpädagogik weit genug fassen, um ihrer wahren Bestimmung ansichtig zu werden ... Sie will zu einer weltweiten Tätigkeit werden, um der überall entstandenen "Bedrohung der Person" hilfreich entgegenzutreten. Die "Heilpädagogische Haltung" muß
- in jeder sozialen Arbeit,
- in der Seelsorge,
- in der Betreuung der Alten,
- in der Rehabilitation der Geisteskranken wie auch der Körperbehinderten,
- in der Führung der Waisen und Flüchtlinge,
- der Selbstmordkandidaten und Verzweifelten,
aber auch

- in der Entwicklungshilfe,
- im internationalen Friedenskorps und ähnlichen Bestrebungen
sich zum Ausdruck bringen. Das ist die einzige Antwort, die wir heute - insofern wir noch Menschen sein wollen - einer am Abgrund tanzenden Menschheit entgegenstellen können ...

Nur die Hilfe von Mensch zu Mensch - die Begegnung von Ich mit Ich - das Gewahrwerden der anderen Individualität, ohne des Nächsten Bekenntnis, Weltanschauung und politische Bildung zu erfragen – sondern einfach das Aug' in Auge-Blicken zweier Persönlichkeiten, schafft jene Heilpädagogik, die der Bedrohung des innersten Menschseins heilend entgegentritt.

Allerdings wird das nur dann wirksam sein können, wenn eine grundlegende Herzenserkenntnis dabei berücksichtigt wird". (aus "Camphill Brief", Föhrenbühl und St.Prex, 1965)

Karl König entwickelte früh große Kräfte der Empathie; das soziale Gewissen bewegte ihn, sich für seine Mitmenschen unmittelbar einzusetzen. Doch auch der starke Bezug zu den Tieren entstand schon im Knaben, daß er sich immer wieder auch für sie einsetzte. So manche—auch recht lustige—Anekdoten aus der Feder seiner Mutter bezeugen dies reichlich. Sie schreibt (und war erst Ostern 1966 mit den Aufzeichnungen fertig—ihr Sohn Karl hat sie also nicht mehr lesen können) im jüdischen Altersheim in London:
Einmal kam mein Sohn (22-jährig!) die ganze Nacht nicht nach Hause; wir dachten er schläft vielleicht bei den Bergels. In der Früh kam er zerzaust und schmutzig. ‘Ja, wo warst Du denn?’ Da sagte er: ‘Bei der Polizei.’ Der Grund? Er hielt im Stadtpark einen Vortrag, wie schlecht die Tiere hier behandelt werden. Der Schinder kommt und fängt die Hunde ein auf grausame Art …
Das war immer ein jämmerliches Heulen. Und so hielt mein Sohn einen Vortrag im Stadtpark darüber, eine große Menschenmenge sammelte sich um ihn, und das war in Wien streng verboten. So kam der Poizist und arretierte ihn von der Stelle weg, er durfte uns nicht einmal anrufen. Das ist der österreichische Polizeistaat im Ggensatz zu England, wo jeder Mensch in Hyde Park sprechen kann ohne belästigt zu werden.
Dieser tiefe Herzensbezug zu den Tieren und die brennenden Fragen nach den Grundkräften des Lebens führte ihn zunächst zu der Zoologie, dann zur Botanik, um schließlich über seine Erlebnisse mit der Embryologie in das Studium der Medizin umzusteigen. (aus dem Newsletter der Karl-König-Archive)


Verlag Freies Geistesleben - Ankündigung für Frühjahr 2009
Karl König:
Mensch unter Menschen werden - Zur sozialen Dreigliederung
Herausgegeben und eingeleitet von Richard Steel mit einem einleitenden Aufsatz aus dem Jahre 1944 und zwei Vortragsreihen zu Ostern und Michaeli 1964 in Föhrenbühl und Brachenreuthe
geb. mit Schutzumschlag, ein Aufsatz aus dem Jahr 1944 und acht Vorträge zu Ostern und Michaeli 1964 in Föhrenbühl und Brachenreuthe, geplanter Erscheinungstermin: 20.05.2009, ca. 180 S. ISBN-13: 978-3-7725-2405-9, ca. 22.90 Euro
Unmittelbar unter dem Eindruck seiner Reise zum ‘Herzen Mitteleuropas’ — nach Prag und vor allem zur Burg Karlstein — macht Karl König auf die Notwendigkeiten der sozialen Erneuerung aufmerksam. Das soziale Bauwerk muß heute im Inneren des Menschen aktiv entwickelt werden. Nur ‘aus dem Geiste heraus’ kann eine dem heutigen Menschen gemäße soziale Gestaltung entstehen. Doch kann König plastisch-bildhaft und in eindringlicher Weise aufzeigen, wie die Ansätze dazu im Menschen selbst veranlagt sind und im gewöhnlichen Alltagsleben durch konsequentes Üben wirksam werden können:
Das ist es, um was es geht; daß wir mehr und mehr begreifen, daß der Friede, der Menschenfriede nur entstehen kann, wenn Einsicht gewonnen wird in die neue Spiritualität, die die Sozietät der Menschen erfüllt.
Somit erscheint der erste Band mit Vorträgen des Arztes und Camphill-Gründers in der neuen Werkausgabe und läßt uns etwas von seiner Unmittelbarkeit, von der originellen Art des bildhaften Denkens und von den weiten Zielen des Alltags in der ‘heilenden Gemeinschaftsbildung’ erahnen.


Unsere Anliegen:

Freitag, 17. April 2009

Warum unsere Gesellschaft behinderte Menschen braucht

Peter Radtke
Der Sinn des Lebens ist gelebt zu werden - Warum unsere Gesellschaft behinderte Menschen braucht
Verlag Sankt Michaelsbund 2007, 192 S., fest geb., ISBN 978-3-920821-98-6, € (D) 12,90, € (A) 13,30, SFr 19,00
Dieses schmerzhaft genaue Buch enthält Aufsätze und Vorträge von Peter Radtke. Selbst schwer behindert, denkt er nach über den Begriff der Normalität. Er will wissen, was Selbstbestimmung für Menschen mit einer Behinderung bedeuten kann. Besonders engagiert setzt er sich mit der pränatalen Diagnostik und der Palliativmedizin auseinander. Die Begriffe „Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung“ werden ebenso thematisiert wie „Ethik in der Medizin“ oder „Zeit und Raum aus der Sicht behinderter Menschen“. Leidenschaftliche Plädoyers mischen sich mit nachdenklichen, einfühlsamen Kommentaren und Beschreibungen. In diesem Buch werden Fragen der Ethik neu verhandelt - nein, nicht verhandelt, sondern klargestellt. Wer dieses Buch gelesen hat, sieht behinderte Menschen mit anderen Augen an als bisher. Und er wird dem Autor beipflichten: „Die Gesellschaft braucht den Behinderten, um sich die Frage stellen zu können: Was ist der Mensch? „Einen Augenblick nicht auffallen, einen Augenblick wie die anderen sein: Fisch unter Fischen. Die Heringsschwärme ziehen nach Süden. Ein einziger Fisch, der nach Norden strebt“ (Peter Radkte).

Leseprobe: " ... Wenn ich versuche, eine Antwort darauf zu geben, warum unsere Gesellschaft behinderte Menschen braucht, so handelt es sich beim Objekt meiner Überlegungen um zwei Pole, die mir gleich wichtig sind: Um Menschen, die eine Behinderung aufweisen, und um die Gesellschaft als Ganzes, das heißt die Pluralität einer Gemeinschaft, in welcher das behinderte Individuum nur ein Mosaikstein unter anderen ist, allerdings ein unentbehrlicher, wie ich fest überzeugt bin. Um meine Haltung begreifl ich zu machen, möchte ich zuerst von jenen Erfahrungen und Erlebnissen berichten, die zu meiner heutigen Einstellung beigetragen haben.
Da war zunächst einmal vor vielen Jahren ein Religionslehrer. Durch einen schlimmen Unfall wurde er querschnittgelähmt und war seither – in diesem Sonderfall sei mir ausnahmsweise der nachfolgende Ausdruck erlaubt – an seinen mächtigen Elektrorollstuhl gefesselt … Eines Tages hörte ich diesen Mann einen Vortrag halten, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte. Er führte, vielleicht in überzogener, aber doch überzeugender Weise, seinen Zuhörern vor Augen, dass der geistig behinderte Mensch in Wirklichkeit all jene Tugenden und Qualitäten in sich vereine, die wir beim mehr oder minder nichtbehinderten Zeitgenossen meist vergeblich suchen: Toleranz, Spontaneität, Ungekünsteltheit, Fehlen von Konkurrenzdenken, belassen wir es bei diesen Werten ...
... Ich bin Schriftsteller, Schauspieler, Akademiker, hauptamtlicher Redakteur einer Fernsehsendung und einiges andere mehr. Aber wenn ich irgendwo zitiert werde, wenn ein Artikel über mich in der Presse erscheint, heißt es in der Regel stets »der Behinderte«, »der Schwerbehinderte«, »der Schwerstbehinderte«. Es ist dies ein ganz typisches Phänomen, nicht nur bei mir, sondern bei Menschen mit einer Behinderung allgemein. Neben allen anderen Eigenschaften, und zum Großteil sie überlagernd, steht eben die Behinderung. Sie färbt alle Aussagen, welche über die Person gemacht werden, selbst dort, wo sie von keinerlei Belang wäre. Dem entspricht dann auch die sprachliche Gepflogenheit, das substantivierte »der Behinderte« oder »die Behinderten« zu verwenden statt eine Wendung wie »der behinderte Mensch«, »der behinderte Bürger« oder »Menschen mit einer Behinderung« ...
... Es steht außer Zweifel – und ich muss es hier bewusst krass formulieren – der so genannte Nichtbehinderte betrachtet den behinderten Mitmenschen als eine Art Fehlmuster der Natur. Wie sonst ließe sich das Bemühen erklären, eben diese Natur zu überlisten, indem man gewissermaßen vor dem Produktionsausstoß die defekten Stücke analysiert, sie aussondert und auf diese Weise gar nicht erst in den Handel kommen lässt. Auch deuten sich bereits Möglichkeiten an, bei nachweislich fehlerhafter Konstruktionszeichnung das ganze Modell einzuziehen oder durch Korrekturen des Plans den Ist-Zustand dem Soll-Zustand anzupassen. Man verzeihe mir diese zugegeben despektierliche Ausdrucksweise. Die Form, mit der man, zumindest in Deutschland, Fragen genetischer Beratung, des Schwangerschaftsabbruchs oder der Gentechnologie behandelt, legt jedoch in der Tat den Vergleich mit Massenprodukten nahe. Kinder werden gewissermaßen gegen Bestellschein angefordert und, wenn sie den Erwartungen nicht entsprechen, kommentarlos zurückgeschickt. Wer Ausschussware (sprich: behinderte Nachkommenschaft) entgegen wohlgemeinter Ratschläge der einschlägigen Fachleute behält, ist an seiner Misere selber schuld und soll sehen, wie er mit der Belastung fertig wird ...
... Immer wieder betone ich, dass es meiner Auffassung nach keine eigentlichen Behindertenprobleme gibt. Die Probleme behinderter Menschen sind allgemein menschliche Probleme. Dadurch, dass sich der von Behinderung Betroffene ihnen quasi unausweichlicher als der so genannte Nichtbehinderte stellen muss, werden sie in einer Art Brennglas gebündelt. Prinzipiell gilt dies nun auch für das Menschsein. Ich glaube, die Gesellschaft braucht den Behinderten, um sich die Frage stellen zu können: Was ist der Mensch? Nur hier findet sie einen Ansatz, der nicht verbaut wird durch Nebensächlichkeiten. Je mehr der Suchende seine eigene Position erschüttert sieht, je bereitwilliger er sie sich erschüttern lässt, desto fruchtbarer kann die Analyse werden ... "

Dr. phil. Peter Radtke, geb. 1943. Sohn einer Krankenschwester und eines Schauspielers. Da die Volksschule ihn nicht aufnahm, wurde er privat unterrichtet. Nach einer Dolmetscherausbildung Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg. Germanistik/Romanistik-Studium. Fachgebietsleiter für das Behindertenreferat der Münchner VHS. Geschäftsführer und Chef-Redakteur der Arbeitsge­meinschaft Behinderung und Medien. Schriftsteller und Schauspieler (u.a. Münchner Kammerspiele, Burgtheater Wien, Film). Präsident von EUCREA. Radtke ist Träger vieler Kulturpreise sowie des Bundesverdienstkreuzes. Mitglied des Nationalen Ethikrates, seit 2008 im Deutschen Ethikrat. Peter Radtke lebt – seit 2008 im Ruhestand – in München.

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Mittwoch, 8. April 2009

Neuer YouTube-Videokanal "BeryosaSibirien"

Eine Zusammenstellung von Videos: Landschaft, Kultur, Geschichte vor allem aus dem Gebiet Irkutsk/Baikal und von den Indigenen Völkern Sibiriens (sowie zu anderen Themen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Betrachten der Filme, beim Lauschen der Musik und Märchen ... Zum Video-Kanal Sollten Sie diese Sammlung ergänzen können, dann nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf: rh @ beryosa.net

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Mittwoch, 25. März 2009

Kirchen in Irkutsk

Samstag, 14. März 2009 - Kirchenbesuch
(Peter Marti berichtet aus Irkutsk)

Auf den Bildern sehen Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher, die Kasanskj Kirche (letztes Bild: Kirche "Einzug des Herrn in Jerusalem"). Der Grundstein wurde am 27. Juli 1885 gelegt und eingeweiht wurde die Kirche im April 1895. Sie präsentiert sich in russisch-byzantinischem Stil. Geweiht ist sie der Muttergottes von Kasan.In den Jahren meines Aufenthaltes in Irkutsk sind wieder viele Kirchen erstanden. Einige davon waren bzw. sind immer noch in einem erbärmlichen Zustand. Erstaunlich wie solche verwahrlosten Kirchen dann nach der Instandsetzung wieder in ihrer ganzen Grösse und Feierlichkeit dastehen ...

... an diesem Samstag, im späteren Nachmittag, wird ein längerer Gottesdienst, eine Lithurgie zelebriert. Die Lithurgie am Samstag dauert drei Stunden. Wir befinden uns unter vielen Gottesdienst Besuchern. Die Gläubigen stehen die ganze Zeit ... Weiter im Bericht auf unseren Webseiten





Blick zum Ikonostas


Kirche "Einzug des Herrn in Jerusalem"

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Dienstag, 24. März 2009

Vladiswar Nadishana: Komponist, Multiinstrumentalist aus Sibirien - Владисвар Надишана: композитор-мультиинструменталист из России

Vladiswar Nadishana ist ein virtuoser World-Fusion Multiinstrumentalist und Komponist aus Sibirien. Er hat seine eigene Herangehensweise des Spiels auf seinen verschiedenen Musikinstrumenten entwickelt. Desweiteren ist V. Nadishana ein Recording Producer und Designer von experimentellen Musikinstrumenten.
Sein Instrumentarium bilden über 100 ethnische und traditionelle Musikinstrumente aus der ganzen Welt. Zu den traditionellen gehören Mandola, Sitar, Buzuki, Tambura, Fretless Bass, akustische Gitarre, Chanzy, Gusli, Maultrommel, Homus, Darabuka, Djembe, Kalangu, Udu, Cajon, Rahmentrommel, Berimbao, Bansuri, Quena, Kaljuka, Zhaleyka, Gaida, Hu-Lu-Si, Duduk, Bawu, Tsaai Nplaim, Kou Xiang, Morsing, Dan Moi. Experimentelle und selbst gebaute Musikinstrumente sind Dzuddahord, Pruzhingum, Plastrimbaphone, Rablorrum, Geisterfänger, Sicherheitsnadelsansa, Feder-Kern-Gamelan, Banbang usw.
Das erste Musikinstrument für V.Nadishana war eine akustische Gitarre, die er Anfang Neunziger Jahre zu spielen begann. Einige Zeit später entdeckte er für sich die reichen Musikkulturen von Indien und Afrika und ließ sich hingebungsvoll vom Spielen der ethnischen Musikinstrumente mitreißen. Im Laufe von 15 Jahren seines seriösen und intensiven musikalischen Schaffens hat er ein experimentelles Musikstudio unter den Namen "Soundmicrosurgery Department" gegründet, wo er 7 eigene CDs aufgenommen hat. Soundmicrosurgery Department verfügt inzwischen über eine reiche Sammlung der seltenen ethnischen Musikinstrumente.

Homepage: Deutsch <=> Русский

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Sonntag, 22. März 2009

Obertongesang: Zu den 2 vorigen Beiträgen und zu den Videos am Ende dieses Blogs

Cheinesh - Obertonsängerin aus dem Altai
Эхо - гор алтая
Das ist Cheinesh - Obertonsängerin aus dem sibirischen Altai, von der auch die am Ende dieses Blogs eingefügte Video herausgegeben wurden (siehe auch die 2 vorigen Beiträge)

Wie funktioniert Obertonsingen? Dazu schreibt
Wolfgang Saus auf seiner Oberton-Homepage:


"Mit feinsten Zungenbewegungen kontrolliert der Sänger die Resonanzräume in Mund und Rachen, um einzelne Obertöne zu verstärken und andere abzuschwächen.
Obertöne sind ein natürlicher Bestandteil des Stimmklangs. Jeder Mensch der sprechen kann, kann auch Obertonsingen. Um Obertongesang zu verstehen, muss man zunächst wissen, wie die Stimme funktioniert. Sehen wir uns folgende drei Elemente der Stimmklangerzeugung an:
* den Kehlkopf als Klangquelle,
* den hinteren Rachenraum als Filter,
* die vordere Mundhöhle als Verstärker ... "
Weiterlesen auf den Webseiten von Wolfgang Saus

Zur Künstlerin: Cheinesh - the Altay female throat singer from Russia. She was born among mountains of Altai where white hills are full of fogs and ancient legends. Cheinesh: " I think, that our national throat singing is an art which you transfer as an inheritance to the future generations. Cheinesh - Laureate of the international festival " Sayan-Ring 2007" as the best vocal-singer. She participated in international festivals in France, Norway, Poland, Turkey, Hungary.

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Eine Bereicherung für unseren Blog

Jens Mügge vom overtone-network.org hat uns ein Video von Cheinesh - Obertonsängerin aus dem Altai (siehe vorigen Blog-Beitrag) zur Verfügung gestellt. Das Video befindet sich am Ende dieses Blogs. Herzlichen Dank!

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Байтушкина Чейнеш Александровна - Obertonsängerin aus dem Altai

Cheinesh - Obertonsängerin aus dem Altai
Эхо - гор алтая
"На Юге Западной Сибири, раскинулась прекрасная страна Горный Алтай. Я родилась и выросла в межгорной долине Алтая – Улаган. Где заснеженные перевалы синих гор дышат белым туманом и уходят, растворяясь в синеву неба. Мой аул окружают громадные серые горы, очень гладкие и добрые, особенно вечером, когда начинает смеркаться, они мне напоминают благородных индийских слонов."


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Freitag, 20. März 2009

Peter Marti: Fahrt zur Lebens- und Arbeits- (Dorf)-Gemeinschaft "Istok" ...

... die übrigens bereits 2x mit einem Preis des russischen Präsidenten für soziale Projekte ausgezeichnet wurde - siehe auch Jahresbericht 2008


Natürlich hielt sich Peter Marti auch im Birkenwald auf.
Hier ein Spaziergang durch tiefen Schnee und sibirische Lichtverhältnisse

Heizen mit Holz spart viel Geld.
Hier Slawa, der älteste Dorfbewohner aus Urik. ein Fan von Unifomen

Valentina Livindina im blauen Dress unterstützt und betreut Dörfler beim Einsatz

Ein neues Wohnhaus soll in gebaut werden
das Haus "Tscherjomucha" (Faulbeerbaum)

Für das Haus "Tscherjomucha" (Faulbeerbaum)

In Istok gibt es Tee mit Suchari, eine Art Zwieback

In der Holzwerkstatt:
Tatjana und Tamara geben Erklärungen
Igor Wasiljewitsch (Mitte) ist Werkstattleiter der Kunstschule in Irkutsk

Der kleine Oleg und die zwei Swetlanas aus Ojok

Werkatattleiterin Tamara mit Oleg
(einem behinderten Jungen aus Ojok)
gibt Anleitungen beim Schnitzen

Unsere Anliegen:

Bodenseeregion: Messe und Kongreß 8.-10.Mai

Zukunft gemeinsam gestalten
Was braucht der Mensch in Zukunft und wie können wir uns und die nachfolgende Generation darauf vorbereiten?
Die Idee für diese Veranstaltung entstand, weil in der Region sehr viele Initiativen, Kulturträger, Unternehmen und Vereine tätig sind, die neue Wege gehen. Diese Alternativen kommen aus dem Kultur-, Rechts-, und Wirtschaftsbereich und haben Zukunftsideen entwickelt. Die Aufgabenstellungen überschneiden sich immer häufiger. Die Notwendigkeit erfolgreich zu arbeiten setzt Kooperationen voraus, sowohl professionell als auch im Bürgerschaftlichen Engagement. Die Veranstaltung will Begegnung möglich machen und Einseitigkeiten überwinden ...
... Diese Messe will mehr als ausstellen. Zugleich innerhalb eines Kongresses die Hintergründe erarbeiten und vertiefen. Auf dem Markt der Möglichkeiten werden Naturgüter, Bücher auch Kunstobjekte und Umweltprodukte zu den Themen angeboten. Viele Konzepte werden vorgestellt, z.B. Talente-Tausch Kreise mit der Form der organisierten Nachbarschaftshilfe.
Im Kongress werden Fragen aufgegriffen und Wege dargestellt, mit Vorträgen, Workshops, einem großen „Open Space“, mit Musik und künstlerische Darbietungen. Parallel läuft dazu ein Kinder- und Jugendprogramm.

Zukunft gemeinsam gestalten
Gemeinschaft - Vorsorge - Nahversorgung
Messe + Kongress
im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen
vom 8. bis 10. Mai 2009
Kultur- und Congress-Centrum Graf-Zeppelin-Haus
Olgastraße 20 - 88045 Friedrichshafen
Messe- und Kongreß-Seiten

Unsere Anliegen:

Donnerstag, 19. März 2009

Bundesweites Jugend-Turnier; "sibSTANCIJA_09 - Faszination Sibirien"

" ... Endlose weiße Weiten, durch ausgedehnte Metropolen spazierende Bären in Frack und Hut – wer handfeste Informationen, humorvolle Anekdoten oder andere erstaunliche Geschichten aus und über Sibirien sucht, der wird im März auf www.to4ka-treff.de, dem deutsch-russischen Jugendportal der Stiftung, fündig. Hier darf sich jeder von den neuen, faszinierenden Berichten über Vampire, Omuls und Nerpi sibirisch verzaubern lassen. Ganz aktuell wird außerdem die sibirische „Hauptstadt“ Nowosibirsk aus allen erdenklichen Perspektiven porträtiert…„Korridor“ liefert den passenden Sound dazu ... " - Weiter auf russland.RU

Schaschlik gehört zu Sibirien, wie der Schnee im Winter und die Mücken im Sommer. Und wie man die Spieße am besten zubereitet, lernt man natürlich auch dort. Oder in unserem Top-Thema! - Weiter auf ТОЧКА-Treff

Der Sibirskij Blog auf To4ka-Treff startet anlässlich der Sibstancija_09 in Nowosibirsk. Im Rahmen dessen findet das erste deutsch-sibirische Bloggertreffen statt. Im Sibirskij Blog berichten die deutschen und russischen Blogger über ihren Austausch, über Nowosibirsk, über das deutsche Kulturfestival und natürlich über Sibirien und seine Menschen. - Sibirskij Blog

Kulturfestival sibSTANCIJA_09: Mit dem deutschen Kulturfestival wird das Gründungsbüro für ein Goethe-Institut im russischen Nowosibirsk eröffnet. (13.03.–10.04.09)
artSTANCIJA: Es muss nicht immer Öl auf Leinwand sein. Die Künstlerin Jovana Popic präsentiert ihre vielfältigen Eindrücke von Sibirien vom 14.03.-10.04.2009 in einer Mischung aus Video, Foto und Ton.
litSTANCIJA: Lyrisch verdichtet, ornamental, empfindsam und doch realistisch oder frech gerappt – die zeitgenössische deutschsprachige Literatur wird in Nowosibirsk vom 17 - 20.03.09 präsentiert.
tanzSTANCIJA: Für die zwei Tänzerinnen und vier Tänzer des Kollektivs E-motion ist Hip-Hop vor allem eine Lebenseinstellung. Am 19. März um 18.30 Uhr zeigen sie ihr Können in Nowosibirsk.
cdSTANCIJA: Auf dem Sampler goethe.zip sind etablierte deutsche Bands neben Geheimtipps versammelt. Stellvertretend für sie tritt am 21. März um 19.00 Uhr die Band - sibSTANCIJA_09

Städteblog: Hier erzählen junge Leute über ihre Stadt. Einige von ihnen sind für einige Monate zu Besuch, sie sind Austauschschüler, studieren oder machen ein Praktikum. Andere sind schon ihr ganzes Leben in dieser Stadt zu Hause. Die Blogger sitzen in den verschiedensten Städten in Russland, Osteuropa, Zentralasien und Deutschland. Sie erzählen mit Worten und Bildern von ihrem Alltag - Städteblog

Unsere Anliegen: